Afghanistan

Bildung und Friedenserziehung

Nach Jahren des Konflikts in Afghanistan gibt es Regionen, in denen es kaum Infrastruktur und Grundversorgung gibt. Mangelnder Zugang zu Trinkwasser, Schulbindung und Gesundheitsversorgung sind Grundprobleme in solchen Regionen. Die Anzahl der Kriegsvertriebenen steigt. Gleichzeitig kehren viele Menschen – zumeist unfreiwillig aus Pakistan und dem Iran – zurück. Diese Menschen brauchen Unterstützung, um sich wieder in Afghanistan integrieren zu können. Vulnerable Bevölkerungsgruppen müssen innerhalb des Rückkehrprozesses besonders unterstützt werden, wie beispielweise Kinder und Jugendliche.

An diesem Punkt setzt das Projekt „Bildung und Friedenserziehung“ von Terre des Hommes in Afghanistan an. Das Projekt bietet seit 2016 Reintegrationsmaßnahmen wie z. B. Bildungsmöglichkeiten für auf der Straße arbeitende Kinder und Jugendliche aus Rückkehrer-Familien an. Durch das Projekt sollen die Kinder und Jugendlichen im Rahmen des Rückkehrprozesses geschützt und stabilisiert werden.

Ziele und Aktivitäten

Die Unterstützung von Terre des Hommes zielt auf Gewaltprävention und Schaffung von Bildungsmöglichkeiten für Jugendliche aus Rückkehrer-Familien in Afghanistan ab. Die Reintegrationsmaßnahmen werden in Bamiyan, Daikundi, Herat und Kabul durchgeführt.

Das Programm bietet schulische Integration und Reintegration von 600 Schülerinnen und Schülern an und basiert auf einem gendersensiblen Ansatz. Die Anzahl der Schülerinnen im Programm entspricht der Hälfte der Kinder und Jugendlichen. Ein angeschlossenes Programm zur Friedenserziehung wird ebenfalls angeboten. Zum Beispiel werden im Rahmen von Sommercamps ortsansässige und zurückgekehrte Kinder und Jugendliche (Jungen und Mädchen) durch ausgewählte Spiel- und Sportangebote Grundregeln des fairen und gewaltfreien Umgangs miteinander und des Respekts vermittelt. In der Gruppenarbeit lernen Kinder und Jugendliche unter der Anleitung von Sozialarbeitern ihren Bedürfnissen und Problemen Ausdruck zu verleihen, gewaltfreie Handlungsmöglichkeiten und Perspektiven für ihre Zukunft zu entwickeln.

Die Lehrerinnen und Lehrer werden für den schulischen Integrations- und Reintegrationsprozess weitergebildet. Die Weiterbildung besteht aus Methodentrainings zur Friedenserziehung sowie zur Konfliktlösung.

Erfolge und Herausforderungen

Eine Herausforderung besteht darin, die rückkehrenden Kinder zu reintegrieren ohne die Benachteiligung der lokalen Kinder oder die Verschärfung der Ungleichheiten zwischen den Kindern. Daher basiert das Programm auf dem Grundsatz der Nichtdiskriminierung, um die Aktivitäten durchzuführen.

Ansprechpartner

terre des hommes Deutschland e. V.

Ruppenkampstraße 11a
49084 Osnabrück

Birgit Dittrich
T: +49 (0) 541 / 71 01 160
E: b.dittrich(at)tdh.de
www.tdh.de

 

GIZ - Sektorprogramm „Menschenrechte einschließlich Kinder- und Jugendrechte umsetzen in der Entwicklungszusammenarbeit“

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Telefon +49 228 4460-3797

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