Aktuelles


16.09.2022

Weltweite Bildungskrise

World Vision und UNICEF zum Thema
Ein Blick auf die UNICEF-Installation "Learning Crisis Classroom" am Hauptsitz der Vereinten Nationen in New York. © UNICEF/UN0703298/Chris Farber/UNICEF via Getty Images

Heute beginnt in New York der UN-Bildungsgipfels „Transforming Education Summit“. Staats -und Regierungschefs kommen vom 16. bis 19. September mit Organisationen der Zivilgesellschaft zusammen, um sich auf Lösungen für den aktuellen Bildungsnotstand und Wege zu einer zukunftsfähigen Bildung für alle zu verständigen. Laut UNICEF sind zwei Drittel der 10-jährigen Mädchen und Jungen weltweit heute nicht in der Lage, eine einfache Geschichte zu lesen und zu verstehen.

 

World Vision
Durch Krisen bedroht: Bildung von Kindern besser schützen

16. September 2022
UN-Bildungsgipfel: World Vision drängt auf Zusagen für Zusammenarbeit
Die Bildung von Kindern ist weltweit durch die Zunahme von Krisen bedroht und wird trotzdem bei Hilfsprogrammen zur Bewältigung von Krisen bisher wenig berücksichtigt. Diese globale Herausforderung muss nach Ansicht der internationalen Kinderhilfsorganisation World Vision ganz oben auf die Agenda des heute in New York beginnenden UN-Bildungsgipfels „Transforming Education“ stehen. (...) „Krisen unterbrechen Lernmöglichkeiten für Kinder oft nicht nur kurzfristig, sondern schwächen vor allem in ärmeren Ländern längerfristig die Möglichkeiten Armutszyklen zu durchbrechen. Wenn die Schwungkraft der vergangenen Jahre zur Verbesserung des Zugangs zu Bildung und ihrer Qualität nicht beibehalten oder beschleunigt wird, wird die nächste Generation mit ungeahnten Auswirkungen konfrontiert“, erklärt Gabriela Degen, Fachreferentin für Bildung bei World Vision Deutschland. „Den betroffenen Kindern wird das Recht, ihre Talente zu entwickeln und die Mitgestaltung ihrer Gesellschaft verweigert.“ Vielen Regierungen sei offenbar auch nicht bewusst, welchen wichtigen Beitrag Schulen, Lehrkräfte und Eltern gemeinsam leisten, um eine Krisensituation zu stabilisieren. So wurden nur drei Prozent der Mittel für Hilfsprogramme nach Ausbruch der COVID-19 Pandemie für Bildung bereitgestellt. (...)  Mehr

 

UNICEF
Zwei Drittel der 10-Jährigen weltweit können keine einfache Geschichte lesen und verstehen

16. September 2022
Laut UNICEF sind zwei Drittel der 10-jährigen Mädchen und Jungen weltweit heute nicht in der Lage, eine einfache Geschichte zu lesen und zu verstehen, warnt UNICEF anlässlich des Transforming Education Summits in New York. Vor Beginn der Pandemie war es noch rund die Hälfte der 10-Jährigen.
"Schlecht ausgestattete Schulen, unterbezahlte und unterqualifizierte Lehrer, überfüllte Klassenzimmer sowie veraltete Lehrpläne führen dazu, dass Kinder ihre Fähigkeiten nicht voll entfalten können", sagte UNICEF-Exekutivdirektorin Catherine Russell. "Die Entwicklung unserer Bildungssysteme ist entscheidend für die Entwicklung unserer Zukunft. Wir müssen den aktuellen Trend umkehren, oder mit der Konsequenz leben, dass eine ganze Generation nicht adäquat ausgebildet wird. Ein niedriges Bildungsniveau für Kinder heute bedeutet geringere Chancen für sie morgen.“ Anhaltende Schulschließungen und der unzureichende Zugang zu qualitativ hochwertigen Bildungsangeboten während der COVID-19-Pandemie haben eine bereits vorher bestehende Lernkrise verschärft, die dazu geführt hat, dass Millionen von Schulkindern weltweit nicht die grundlegenden Fähigkeiten im Lesen und Rechnen besitzen. (...)  Mehr