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17.11.2021

Stimmen zum Abschluss der Weltklimakonferenz

Die COP26 ist zu Ende, und es wurde eine Einigung erzielt, die in vielen Punkten noch viele Spielräume offen lässt.

Die Gefühle und Kommentare vieler Beobachter sind gemischt. Einerseits wurde das Ziel, die Klimaerwärmung auf 1,5 Grad zu begrenzen, bekräftigt, anderseits reichen die verinbarten Maßnahmen dafür noch längst nicht aus. Die Industrieländer tragen hier ein besondere Verantwortung. Auf sie entfallen weniger als 13 % der Weltbevölkerung und fast 50 % der kumulierten Treibhausgasemissionen. Gerade die ärmeren Entwicklungsländer, die kaum zur Klimaerwärmung beitragen, sind besonders von Klima­folgen wie Dürren und Fluten betroffen. Sie beklagen einen viel zu geringen Klimalastenausgleich und zu wenig Unterstützung bei der Finanzierung von Anpassungsmaßnahmen.

Hier einige Stimmen zum Gipfel:

BMZ: "Aus Sicht der Entwicklungsländer sind die Ergebnisse ins­ge­samt enttäuschend"

Minister Müller zum Abschluss der weltklimakonferenz in Glasgow

"Die COP26 hat zwar viele Initiativen an­ge­kündigt wie das Ende der Förderung fossiler Ener­gien oder den globalen Waldschutz. Aber aus Sicht der Ent­wick­lungs­länder, die vom Klima­wandel hart ge­troffen sind, sind die Zu­sagen und Maß­nahmen un­zu­reichend. Die Schäden und Folgen des Klima­wandels und dringend notwendige An­passungs­maß­nahmen, der Auf­bau er­neuer­barer Energie­strukturen werden nur un­zu­reichend unterstützt." Mehr
 

UNICEF: Unentschlossene Handeln der Regierungen gefährdet die Zukunft von Millionen von Kinder

Statement von Christian Schneider, Geschäftsführer UNICEF Deutschland, zum Ausgang der Klimakonferenz

"Für die fast eine Milliarde Kinder, die bereits heute weltweit von den Risiken des Klimawandels stark betroffen sind, bleiben die Vereinbarungen der COP26 leider deutlich hinter den Erwartungen zurück. Es ist unverständlich, dass aus den Verhandlungen in Glasgow kein entschiedeneres Vorgehen der teilnehmenden Staaten gegen die Erderwärmung hervorgeht." Mehr
 

Save the Children: COP26: Was hat die UN-Klimakonferenz für Kinder weltweit erreicht?

Am Wochenende wurde bei der UN-Klimakonferenz in Glasgow eine Abschlusserklärung unter Zustimmung aller teilnehmenden Regierungen verabschiedet. Dieses Ergebnis hat eine herausragende Bedeutung für Kinder und zukünftige Generationen, deren Leben ohne politisches Gegensteuern besonders stark von Klimafolgen geprägt sein wird. Inwiefern schützt das Ergebnis ihre Rechte? Mehr
 

World Vision: „Bei den schottischen Highland-Games COP26 gab es nicht den ersehnten großen Wurf.“

„Nach zähem Ringen ging es mit Trippelschritten bei einigen Themen voran, immerhin gibt es ein klares 1,5 Grad Ziel. Aber die Emissionsminderungen müssen nun auch umgesetzt werden und – damit es ausreicht – im kommenden Jahr nachgebessert werden. Wenn wir weiter machen wie bisher, werden wir die Erderwärmung nicht stoppen. Mehr
 

terre des hommes: UN-Klimakonferenz in Glasgow – eine Bewertung im Rückblick

Auf der abschließenden Plenarsitzung herrschte Enttäuschung über das vereinbarte Abschlussdokument, aber auch der Wille, angesichts des Ausmaßes der Krise und des Wohlergehens künftiger Generationen nicht lockerzulassen. Dies deutet auf die Trägheit innerhalb des Prozesses bei den ganz wichtigen Themen hin, wie zum Beispiel der Ausarbeitung des Regelwerks für die Umsetzung des Pariser Abkommens von 2015, der Regelung von Loss and Damages sowie der Klimaanpassung, die für die ärmsten Länder, die am stärksten vom Klimawandel betroffen sind, von entscheidender Bedeutung sind... Mehr
 

ODI: Our thoughts on COP26 - Reflections on the Glasgow Climate Pact

Sarah Colenbrander, Director of Programme, Climate and Sustainability Moving past the blame game to keep 1.5 alive: reflections on the Glasgow Climate Pact  More

Autor:
Redaktion Kinder- und Jugendrechte
Kategorie:
Klimawandel und Umweltrisiken 2030 Agenda für nachhaltige Entwicklung Recht auf eine gesunde Umwelt Aktuelles BMZ World Vision Deutschland e.V.