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10.11.2022

Iran: Save the Children unterstützt Untersuchung von Menschenrechtsverstößen

Save the Children beobachtet mit großer Sorge, dass bei den seit September andauernden Protesten im Iran bereits viele Kinder und Jugendliche getötet, verletzt oder festgenommen wurden.

Das darf nicht ohne Konsequenzen bleiben! Wir unterstützen die Forderungen von UN-Expert*innen, Menschenrechtsverletzungen bei den Protesten im Iran zu verfolgen.

Nach Angaben des UN-Sonderberichterstatters für die Menschenrechtslage im Iran, Javaid Rehman, sind Kinder und Jugendliche stark von den Protesten im Iran betroffen: Bereits mehr als 27 Kinder wurden getötet, Schulen durchsucht und Kinder verhaftet, die sich mutig an den Protesten für die Rechte von Frauen beteiligt hatten. Einige Schätzungen gehen sogar von bis zu 40 getöteten Kindern und Jugendlichen aus.

Seit dem Tod der 22-jährigen Mahsa Amini Mitte September haben sich tausende Menschen im ganzen Land mobilisiert, um gemeinsam gegen die andauernde Verletzung der Rechte von Frauen zu demonstrieren. Die iranische Führung erklärte vergangene Woche, sie habe angeordnet, dass die Gewalt durch staatliche Sicherheitskräfte gegen iranische Demonstrant*innen untersucht wird.

Eine Gruppe von UN-Expert*innen hat den Menschenrechtsrat dazu aufgefordert, Maßnahmen gegen den Iran zu ergreifen, unter anderem durch die Einrichtung eines internationalen Untersuchungsmechanismus. Führende Frauen aus Wirtschaft, Politik und Kunst, darunter die Friedensnobelpreisträgerinnen Malala Yousafzai und Nadia Murad, haben sich dafür ausgesprochen, den Iran aus der UN-Kommission für die Rechtsstellung der Frau (CSW) auszuschließen.

Inger Ashing, CEO von Save the Children International erklärt: "Wir unterstützen die Forderung nach einer internationalen Untersuchung der Ereignisse im Iran während der vergangenen Wochen und nach einer sofortigen Beendigung der Gewalt gegen friedliche Protestierende. Gewalt gegen Kinder ist inakzeptabel, und jeder Angriff auf die Rechte von Frauen ist auch ein Angriff auf die Rechte von Mädchen." (...)